Über uns

Liebe Staudenfreunde!

Unser Garten ist für Sie von Mai bis Oktober täglich von 10.00 bis 18.00 geöffnet. Bitte nur nach Voranmeldung per E-Mail: jochen@wildstaudenzauber.de. Ich biete Ihnen eine einstündige Führung durch den Garten, auch für Einzelpersonen. Keine Busse! Um eine Spende von 5 € pro Person zur Erhaltung des Gartens wird gebeten. Wenn gewünscht, servieren wir Ihnen Kaffee und Kuchen im Garten oder bei Regen im Gewächshaus. Wenn Sie keine individuelle Führung möchten, können Sie uns zu den „Offenen Gärten“ besuchen:
am 11. und 12. Juni 2022 (Frühjahrstermin),“Sommernacht der Gärten“ am 13. August 2022 und am 3. und 4. September 2022 (Herbsttermin).

Seit fast 50 Jahren gestalten und pflegen wir unseren naturnahen Staudengarten, in dem der Rasen und die traditionellen Staudenbeete nach und nach durch pflegeleichte Staudenwiesen ersetzt wurden. Auf 1000 m² entstanden langlebige Pflanzengemeinschaften mit etwa 600 verschiedenen Wildstaudenarten, deren Auslesen und zahlreichen Gräsern. Unter Wildstauden verstehen wir züchterisch kaum veränderte Pflanzen und zwar nicht nur die einheimischen, sondern auch Pflanzen aus Europa, Amerika und Asien. Der vordere Teil des Gartens beherbergt die Stauden der trockenen Wiese und im hinteren Teil befindet sich ein kleiner Naturteich mit Pflanzen der feuchten Wiese. Außerdem gibt es Schattenpflanzungen am Gehölzrand und hinterm Haus. Bei der Gestaltung des Gartens inspirierten uns Karl Foerster, Piet Oudolf, und weitere Gartengestalter, die der naturalistischen Gartengestaltung verbunden sind. Unsere langjährige Erfahrung in einem Naturgarten mit Wildstauden und unsere zahlreichen Pflanzenbilder präsentieren wir hier auf unserer Homepage mit mehr als 700 Seiten und ca. 3.000 Bildern.

Im Juni 2014 erschien mein Buch „Naturnahe Gartengestaltung mit Wildstauden“. Inzwischen ist die 3. Auflage im Dezember 2020 erschienen und kann bei der Gesellschaft der Staudenfreunde bestellt werden. Hier finden Sie eine neue Rezension zum Buch: https://www.wurzerlsgarten.de/buecher-schatzkiste/wildstauden-von-jochen-wegner/. Im vergangenen Winter habe ich ZOOM-Vorträge gehalten, z. B. für die Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens https://oag.jp/events/jochen-wegner-die-pflanzenwelt-im-aso-kuju-nationalpark/. Am 2. 12. 21 fand der Zoom-Vortrag über die Stauden in Amerika statt. Hier können Sie ihn sehen.

Wenn Sie schon mal hier sind, kann ich Ihnen noch weitere schöne Gärten in MeckPom empfehlen:
Hier ganz in der Nähe, nur 6 km entfernt, gibt es den Heilpflanzengarten von Kristiane und Jörg Schmidtke.
Sehr sehenswert ist der in 30 Minuten erreichbare Wassergarten am Sündenborn von Claus-Peter Gering in Walkendorf. Bitte anmelden: claus.gering@gmx.de oder Telefon: 03997256839.
Sonntagsgrün ist mehr als nur ein Garten der Familie Schöttke-Penke. Schauen Sie rein.

Wir haben keinen Pflanzenverkauf.
Möchten sie die hier gezeigten Stauden erwerben, so finden Sie unten Pflanzenversender. Bei diesen kaufen wir selbst ein, und können sie Ihnen sehr empfehlen. Über die Bannerlinks können Sie Pflanzen bestellen.

UNSERE GEDANKEN

Unser Garten

Hier finden Sie unsere persönlichen Recherchen zu Themen, die uns beschäftigen.
Mit einen Klick gelangen Sie zum entsprechenden Beitrag.

  • Trollius_europaeus_'Alabaster'_12
    Naturalistische Gartengestaltung
  • Die Amerikanische Sumpfiris ist bei deutschen Hummeln beliebt.
    Wildstauden
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    Japanische Gärten
  • pdf

    Wildstaudenzauber. e-book im Selbstverlag, Winter 2008

Das sagen Andere

Presse

Wir freuen uns sehr darüber, dass unser Garten für verschiedene Medien interessant wurde. Klicken Sie gerne auf die unten gelisteten Beiträge.

Unsere VIDEOS

GARTENINFEKTION

Man sagt, die Leidenschaft für den Garten wird durch einen Virus übertragen, wobei der Virus aus der Gartenerde stammen soll. Ich denke meine Gartenleidenschaft ist aus Interesse an der Pflanzenwelt und einer Sehnsucht nach harmonischen Naturbildern entstanden. In meiner Kindheit, gleich nach dem Ende des furchtbaren Weltkrieges, war der große Garten meines Onkels mit seinen süßen Früchten und bunten Blumen ein paradiesisches Erlebnis für mich, so ganz im Kontrast zum grauen Umfeld, zum Hunger und zum zerstörten Dresden. Die ersten Bücher meines Lebens, in Ermangelung von Kinderbüchern, waren die Lehrbücher der Pflanzen– und Tierkunde meiner Mutter, in denen mir meine Großmutter die Namen der Blumen auf den Farbtafeln beibrachte, bevor ich noch lesen konnte. Damit war wohl der Grundstein für das Blumeninteresse gelegt.

Farbtafel aus: Grundzüge der Pflanzenkunde für höhere Lehranstalten, Leipzig 1926

Als Schulkind malte ich am liebsten dschungelartigen Wald mit verschiedensten Grünpflanzen und einigen bunten Blumentupfen, so wie ich mir Wildnis vorstellte. Später dann gestaltete ich in meinem Aquarium eine ähnlich reiche Pflanzenwelt. Die Fische waren eigentlich Nebensache meiner Aquarienleidenschaft. Das Blumeninteresse fand seine Fortsetzung am Ende der Grundschulzeit, im Sammeln, Bestimmen und Herbarisieren aller auffindbaren Wildblumen und Gräser der heimatlichen Umgebung. Etwa 300 Arten kamen zusammen. Dieses Herbarium war 8 Jahre später im ersten Studienjahr sehr nützlich, da jeder Student der Agrarwissenschaften 20 Blütenpflanzen, 10 Süßgräser und 10 Sauergräser, herbarisiert, als Belegarbeit abzugeben hatte. So manches Bier wurde von den Kommilitonen spendiert bis die 300 Herbarblätter verteilt waren.
Während der Studienzeit erhielt ich in den Sommerferien die Einladung eines Verwandten, seinen Hof und Garten zu hüten. Ums Haus und auf der Wiese waren große Staudenbeete in voller Blüte. Wegen der geschützten Lage im Wald standen Rittersporntürme in allen Blautönen so hoch und schön, wie ich sie nie wieder sah. Der Duft der zahlreichen Phloxe stand über der Waldlichtung. Dieser Garten war für mich das Paradies, und von da an mein großer Wunschtraum. Einige Jahre mussten noch vergehen, bis wir im Frühjahr 1975 unser heutiges Grundstück erwerben konnten. Angesichts der 1000 m² Gänsewiese rund ums Haus brach die alte Pflanzenleidenschaft wieder ganz stürmisch hervor und die Erfüllung eines Lebenstraums vom eigenen Gartenparadies konnte beginnen.

DER GARTEN DES PFLANZENSAMMLERS

Sammeln ist schon eine große Leidenschaft, die auch vor dem Gartenfreund nicht halt macht. Wahrscheinlich ist es eher der Wissenschaftler als der Künstler in uns, der für das Sammeln entflammt. Vielleicht war deshalb auch für mich das Sammeln von Stauden in Gartenbeeten rund ums Haus zuerst am Wichtigsten. Wie habe ich mich gefreut, wenn ich eine neue Staude, z. B. in einer Zeitschrift oder einem Katalog entdeckt hatte und sie dann in einer Staudengärtnerei, auf einem Staudenbasar oder als Samen in der Samentauschaktion der Gesellschaft der Staudenfreunde fand. Wie spannend war es, ihr Wachsen und erstes Blühen zu erleben und letztendlich mit ihr die Pflanzensammlung unseres Gartens zu vervollständigen. Dazu gehörte selbstverständlich auch die Erfassung in einer Kartei mit Bild und in einem mit dem Computer erstellten Gartenplan. Bei gelegentlichen Durchsichten der Karteikarten und des Plans mussten wir dann immer häufiger feststellen, dass wir viele Pflanzen auch wieder verloren hatten. Drei Jahrzehnte haben wir also versucht, Pflanzen zu sammeln und damit den Garten zu gestalten, d. h. beides zu vereinen, jedoch ohne wirkliche Freude am Garten, wie wir eines Tages feststellen mussten.
Wie kam es dazu? Entscheidend waren wohl dienstlich im Ausland verbrachte Gartenmonate, die arge Schäden in der Pflanzensammlung unseres Gartens anrichteten. Im Frühjahr 2002 und leider auch in den Folgejahren waren es die Heerscharen von Schnecken, die ungestört ganze Quadratmeter Stauden abweideten. Im Sommer 2003 war es die Trockenheit und überhaupt in den letzten Jahren die fehlende Zeit, um Giersch und Winde rechtzeitig zu bekämpfen. Die beiden sind für mich die ärgsten Unkräuter, erst danach kommt die Quecke. Ein schlimmes Szenario, wenn da nicht z. B. die starken Ligularien und andere Wildstauden wären, die den Kampf gegen das Unkraut aufnehmen und den Gärtner unterstützen.

Deshalb sagten wir uns eines Tages: Schluss mit der perfektionistischen Pflanzensammelei und den nicht zu gewinnenden Kampf gegen das Unkraut, das all die kleinen Schätze des Pflanzensammlers bedrängt, auch wenn es schwer fällt, sich von einigen mickrigen Stauden zu verabschieden, die noch nicht von selbst gegangen sind. Was nützt die weiße und rosa Variante einer von Natur aus blauen Staude, wenn die Farbvarianten doch viel anfälliger sind und mickriger wachsen? Warum müssen es möglichst alle Geranium Arten sein, wenn doch z. B. Geranium pratense oder Geranium x magnificum im Gartenbeet umfallen und in der Mitte des Sommers zurück geschnitten scheußlich aussehen? Was suchen Trockenheit liebende Arten in unserem Grundstück „Am Schlossteich “ wenn sie doch irgendwann im feuchten Umfeld verfaulen?