Centranthus ruber, die hüfthohe Spornblume, stammt ursprünglich aus dem Mittelmeergebiet. Sie scheint sich aber überall verbreitet zu haben, wo es warm ist. So fand ich sie auch in Südafrika als weiße und rote Form. Ihr Standort kann sehr sonnig und trocken sein. Sie wächst bei mir zwischen Terrassenfugen mit blankem Sand. Diese Plätze haben sich ihre Sämlinge selbst gesucht. Eine im normalen Staudenbeet wachsende Spornblume ist nur halb so kräftig. Die Spornblume blüht sehr lange von Frühjahr bis Herbst. Man muss nur die verblühten Blumen weg schneiden. Als ich alte Pflanzen versetzen musste, sah ich die dicken und sehr langen Wurzeln, die ich natürlich nicht in voller Länge raus bekommen habe. Sie sind trotzdem am neuen Standort angewachsen. Teilung ist nicht sinnvoll, weil überall Sämlinge auftauchen. In kalten Wintern erfrieren die einjährigen Sämlinge.

  
Weiße und rote Spornblumen nahe Kapstadt, Südafrika


Weiße und rote Sämlinge in unserem Garten.


Unter den Sämlingen gibt es kräftig rote (vorn und hinten) und hellere (Mitte). Die kräftig roten werden als Sorte 'Coccineus' gehandelt.


Ihren Namen hat die Spornblume von den gespornten Blättern.


Sämlinge zwischen Terrassenfugen


Die Spornblume blüht bereits im Mai zusammen mit den Taglilien 'Maikönigin' und auch noch im Herbst zusammen mit Herbstzeitlosen, Sedum und Astern.




Bedingung für das lange Blühen ist ein kräftiger Rückschnitt auf die halbe Höhe im Juli.


Die Wurzeln der Spornblume sind sehr dick und tief in der Erde. Man sollte die Sämlinge, die reichlich anfallen, nach etwa 2 Jahren nicht mehr verpflanzen.


Die reichlich anfallenden Sämlinge erfrieren im Winter. Man muss sie ausgraben, topfen und im Glashaus überwintern. Einfacher ist es, Samen im zeitigen Frühjahr auszusäen.


'Alba'