Calamagrostis x acutiflora, das Garten-Sandrohr oder Reitgras wird im Foersterkatalog der 80er Jahre als Sorte 'Stricta' bezeichnet. Karl Foerster hat diesen sterilen Naturbastard unter dem Sortennamen 'Stricta' eingeführt. Nach seinem Tod wurde das Ziergras ihm zu Ehren in 'Karl Foerster' umbenannt.  Das Garten-Reitgras Calamagrostis x acutiflora mit seinen Sorten ‘Karl Foerster’ oder ‘Waldenbuch’ entstammt der Kreuzung aus C. epigejos, dem sehr stark wuchernden Land-Reitgras und C. arundinacea, dem horstig wachsenden Wald-Reitgras. Es blüht bereits im Juli.
Es ist sehr genügsam und kann auch sehr trocken und in voller Sonne stehen, obwohl auch die Bezeichnung "Moorreitgras" existiert und verrät, dass es auch feuchten Boden verträgt. Besonders zu erwähnen ist der frühe, frischgrüne Austrieb und die bis in den Winter haltbaren Blütenstängel. Es sollte in keinem Garten fehlen. Wegen des sehr frühen Austriebes sollte es rechtzeitig zurückgeschnitten werden.
Die Auslese 'Waldenbuch' von Karl-Heinz Rücker, ehemaliger Chefredakteur der "Gartenpraxis", ist sehr standfest und blüht etwas eher mit einer schönen hellen Rispe.

 

'Waldenbuch' blüht bereits Ende Juni.


'Karl Förster'


Das Garten-Sandrohr rechts im Bild hinter Deschampsia caespitosa.


Das Gartensandrohr ist unübertroffen in seiner ganzjährigen Wirkung. Im Februar steht es noch immer aufrecht. Hinten rechts stehen die honigfarbenen Stängel der Goldrute (Solidago canadensis), ebenfalls ein "Ordnungsheld".


Im Frühjahr treibt es zusammen mit den Schneeglöckchen aus.