Great Smoky Mountains

Der Great Smoky Mountains Nationalpark ist mit fast 10 Millionen Besuchern pro Jahr der meistbesuchte Nationalpark der USA. Diese vielen Leute verteilen sich auf 1.400 km Wanderwegen.
Der Wald hier ist das größte Urwaldgebiet im Osten der USA und gehört zum Weltnaturerbe. Der höchste Punkt ist der 2025 m hohe Clingmans Dome.


Blick vom Clingmans Dome. Die Great Smoky Mountains, die Großen Rauchenden Berge, wie sie von den Indianern genannt wurden, verdanken ihren Namen dem blau-grauen Dunstschleier über den Bergrücken.


Der Nebel und Dunst erklärt auch, wieso hier oben feuchtigkeitsliebende Stauden, wie Indianernessel, Schlitzblättriger Sonnenhut u. a. wachsen.


Der weißblühende Runzlige Wasserdost (Eupatorium rugosum) und der Schlitzblättrige Sonnenhut (Rudbeckia laciniata) bedecken große Flächen in 2000 m Höhe am Clingmans Dom.


Der Schlitzblättrige Sonnenhut (Rudbeckia laciniata) ist gut mannshoch und wir sahen ihn nur hier im Süden.


Der Raue Sonnenhut (Rudbeckia hirta) stammt ursprünglich aus den Prärien weiter westlich, hat sich jedoch hier am Straßenrand und auf den Bergwiesen ausgebreitet.


Der Sonnenhut mit seinen verschiedenen Arten ist aus unseren Gärten nicht mehr wegzudenken.


Der Rote Sonnenhut (Echinacea purpurea) war nur an einer Stelle am Waldrand zu finden. Eingeengt von den größeren Seidenpflanzen leuchtete er wunderschön hervor.


Hier im Süden der Appalachen fanden wir auch die rote Indianernessel (Monarda didyma), die auch Gold-Melisse oder Oswego-Tee genannt wird, weil die Oswego-Indianer Tee aus der Pflanze bereiteten.


Das feurige Rot der Indianernessel ist unübertroffen und auch eine sehr schöne Gartenstaude.


Nur hier oben in 2.000 m Höhe kommt der Rosa Schlangenkopf (Chelone lyonii) vor. Er ist verwandt mit dem Schlangenkopf unserer Gärten (Chelone obliqua) und sieht ihm sehr ähnlich.


Dieses Trio hat wieder einmal mehr zum Ausruf: "Gabi, stop, stop!" geführt.
Die Pflanze links im Bild hat keinen deutschen Namen (Cacalia atriplicifolia), in der Mitte die Carolina-Lilie (Lilium michauxii) und rechts die Juli-Silberkerze (Cimicifuga racemosa).


Die Cacalia atriplicifolia wird in den USA als pale Indian-plantain, Blasser Indianer-Wegerich oder wild caraway, Wilder Kümmel bezeichnet. Sie wird über 2 Meter hoch.


Die Carolina-Lilie (Lilium michauxii) ist sehr selten. Wir haben auch nur diese eine gesehen. Sie ist die offizielle Wildblume von North Carolina, wo wir sie auch gefunden haben. Sehr ähnlich ist L. superbum. Sie soll allerdings bis zu 40 Blüten haben und in eher feuchtem Boden wachsen. In meinem Garten wächst die Panther-Lilie (L. pardalinum) in sehr feuchtem Boden, und ich denke sie sieht genau so aus?


Die dritte im Bunde war die Juli-Silberkerze (Cimiciguga racemosa), gut bekannt aus unseren G��rten, hier in einem größeren Bestand am Waldrand und sich in den Wald hinein ziehend.


Die New-York-Scheinaster (Vernonia noveboracensis) heißt in den USA Ironweed, das heißt Eisenkraut. Es soll sich auf die Standfestigkeit der über 2 m hohen Staude beziehen und auch auf die rostige Farbe der verblühten Blumen. Sie kommt nur hier im Osten der USA vor.


Fast eben so hoch ist der Gelbe Kronbart (Verbesina alternifolia). Er wird auch als Golden Ironweed bezeichnet, was auf seine Standfestigkeit hindeutet. Ich habe ihn aus dem Samentausch der GdS (Gesellschaft der Staudenfreunde) erhalten, und er wächst sehr gut in meinem Garten. Bei deutschen Staudengärtnern ist er unter der Bezeichnung Scheinsonnenhut als Sorte: 'Goldstrahl' erhältlich.
Die Blüten sollen den von V. occidentalis sehr ähnlich sein. Nur die Blattstellung ist unterschiedlich, bei V. alternifolia alternierend und bei V. occidentalis gegenüber stehend.


In dem Buch über die Wildstauden des östlichen Nordamerikas ist nur Verbesina occidentalis für den Blue Ridge Parkway und die Great Smoky Mountains beschrieben. Auf dem Bild oben vom Blue Ridge Parkway ist aber sehr deutlich zu sehen, dass die Blätter alternieren es sich also um V. alternifolia handelt. V. alternifolia hat ein Synonym: Actinomeris alternifolia, das aber sehr selten benutzt wird.


Auf jeder Reise sind mir schöne Pflanzen begegnet, die es wohl kaum in deutschen Gärten gibt, und andere, die ich noch nicht bestimmen konnte. Sie sollen am Schluss hier gezeigt werden.
Als erste Amianthium muscaetoxicum, ein Zwiebelgewächs, dessen lateinischen Namen man mit Fliegengift übersetzen kann. Es wuchs im sehr schattigem Wald.


Am Waldrand an nur einer Stelle unserer 1500 km langen Tour durch die Appalachen sahen wir diese Pflanze und Dank an Herrn Dietrich Nittritz wissen wir nun auch wie sie heißt: Stenanthium gramineum.