Herbst im Kuju Hochland

Zum dunklen Grün der Zedernwälder gesellen sich im Herbst die bunten Ahornarten und die quittegelben Gingko-Bäume. So wie im Frühjahr die Kirschblüte gefeiert wird, so sind im Herbst viele Menschen unterwegs, um die Herbstfärbung zu bestaunen. Für mich war der Herbst die schönste Jahreszeit in Japan. Er kommt später als bei uns, erst im November und ist sehr trocken und sonnig, ganz im Gegensatz zum nebligen und kaltfeuchten November in Deutschland.


Japanischer Ahorn


Gingkobäume stehen oft auf Tempelgelände


Herbstspaziergang


Der Herbst wird im Kuju-Hochland durch die ausgedehnten Miscanthus-Wiesen bestimmt.


Miscanthus sacchariflorus wächst eher in feuchteren Boden und bildet keine Horste.


Pennisetum japonicum, Japanisches Lampenputzergras


Gentiana scabra var buergeri


Crassocephalum crepidioides


Solidago virgaurea var. asiatica


Solidago altissima



Erigeron annuus oder philadelphicus


Phytolacca americana

Besonders in der Nähe von Viehställen findet man in Japan zahlreiche Einwanderer, wie die Goldrute, das Berufkraut und die Kermesbeere. Wegen der stark begrenzten landwirtschaftlichen Nutzfläche, müssen zahlreiche Futtermittel vor allem aus Amerika eingeführt werden. Sogar Heu wird in "Ziegel" gepresst nach Japan gebracht. Darin reisen dann die Samen der Einwanderer. Nur 13% der Fläche Japans kann landwirtschaftlich genutzt werden. Die übrige Fläche wird von steil aufragenden vulkanischen Bergen bedeckt und im Flachland am Meer von den riesigen Metropolen Japans.