SEPTEMBER


Der September bringt schon erste Morgennebel in den Garten.



Kleinblütige Herbstaster


Am Garteneingang sind die wichtigsten Stauden des Herbstes zum Empfang angetreten.


Im Schatten großer Bäume blühen im Herbst noch zahlreiche Stauden, wie Silberkerze, Wachsglocke, Runzliger Wasserdost u. a. Wildstauden. Leuchtendes Rot bringen die Fruchtstände des Italienischen Aronstabes (Arum italicum). Durch Samen verbreitet er sich immer tiefer unters Gebüsch. Ein Zeichen, dass man ihn auch im tiefsten Schatten und stärkstem Wurzeldruck verwenden kann.


Die Prachtkerze (Gaura lindheimeri) rechts im Bild wurde erst im Frühjahr ausgesät und hat über mehrere Monate geblüht. Ihre kleinen weißen Blüten bringen eine Leichtigkeit und Transparenz in die Pflanzung, wie wir sie für unseren Wildstaudengarten anstreben.




Das Gleich trifft natürlich auch auf die Gräser zu.




Im September sind dann auch alle Gräser in Blüte und damit werden die blühenden "bunten Blumen" aufs Schönste vervollkommnet.


Um es noch mal deutlich zu sagen: Für mich bedeutet Naturgarten nicht, nur einheimische Stauden und Gehölze zu verwenden, wie es mancher empfiehlt. Es wäre ein langweiliger Garten, der nicht die zahlreichen Pflanzenschätze enthalten würde, die Pflanzensammler vergangener Zeiten in den gemäßigten Zonen Amerikas und Asiens sowie in Südafrika und Neuseeland für uns gesammelt haben. Besonders die zahlreichen Stauden der nordamerikanischen Prärie sind unschätzbar für den Wildstaudengarten. Wenn Sie sich für die Naturstandorte unserer Gartenstauden interessieren, schauen Sie mal rein bei: Stauden in der Natur.


Im September wird das viele Gelb der Sonnenblumen, Goldruten, Sonnenbraut u. a. im Prärie-Garten vom Rot und Blau der zahlreichen Aster-Arten verdrängt.
 

Wenn am Wegrand die rosa Herbstzeitlosen (Colchicum autumnale) erscheinen und die ersten Raublattastern blühen, ist es bald Herbst. Die gelbe Goldsturmrudbeckie (Rudbeckia fulgida var. sulivantii 'Goldsturm') begleitet uns vom August in den September. Die ersten Stauden werden schon braun, doch dieses oberirdische Sterben der Stauden gehört zum naturnahen Garten. Hier wir bis Ende Februar nichts abgeschnitten.


Gegen Ende September färbt sich der Garten leicht grau-gelb von den ersten sich verabschiedenden Stauden. Während einige Sorten des Chinaschilfs schon braun sind, hält sich 'Gracillimus' und auch das Goldbandleisten-Gras noch lange grün.


Die "Drei großen Amerikaner" aus der Hochgras-Prärie, die Herbstaster (Aster novae-angliae), die gelbe Goldrute (Solidago) und der Wasserdost (Eupatorium) füllen fast einen halben Herbstgarten. Sie wachsen sehr kräftig in die Breite und Höhe und vertreiben so das Unkraut. Ideal für einen großen Garten und einen "faulen" Gärtner.  Mit dem Dost verwandeln Sie Ihren Garten in ein Schmetterlingsparadies. Über Nacht und am Morgen, sowie bei schlechtem Wetter, sind die Blüten der Aster geschlossen, wie hier im Bild. Vielleicht das Geheimnis ihrer langen Blütezeit?

 
Im Schatten-Garten an der Nordseite des Hauses gibt es jetzt im Herbst lange Schatten, die den dort angesiedelten großblättrigen Pflanzen, Schaublatt und Goldkolben sehr entgegenkommen.


Am Teich leuchten im September die hellblauen Sumpfastern, die Herbst-Sonnenbraut und immer noch Sonnenaugen und Sonnenblumen.


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