OKTOBER


"Der Herbst steht auf der Leiter und malt die Blätter an...". Er steht nicht nur auf der Leiter, sondern rutscht auch auf den Knien. Auch Stauden haben buntes Herbstlaub, z. B. Sumpfwolfsmilch, Schildblatt und Funkien. Die Silberkerze ganz links unten im Bild wird schokoladenbraun. Mit der Gestaltung unseres Wildstauden-Gartens haben wir unseren eigenen, ganz persönlichen Traumgarten Wirklichkeit werden lassen.
Dieses Bild wurde im Januar 2009 in der Zeitschrift "Mein schöner Garten SPEZIAL" auf Seite 35 veröffentlicht.


Die gelben Sonnenblumen vom Sommer vergehen Anfang Oktober und machen den Herbst-Astern Platz und den ihnen folgenden Herbstchrysanthemen.


Der Oktober ist die hohe Zeit der Gräser sowohl im Prärie-Garten als auch im Sumpf-Garten rund um den Teich. Vor allem Chinaschilf (Miscanthus sinensis), auch als Silberfahnen-Gras bezeichnet, sowie Diamantgras; Lampenputzer-Gras und Pfeifen-Gras schmücken die Pflanzung.
 

Zusammen mit den Gräsern blühen auch noch zahlreiche Wildstauden, wie der kräftig blaue Herbst-Eisenhut (Aconitum carmichaelii) im Schatten des Gehölz-Saums und die vielen verschiedenen Wildastern im Prärie-Garten.


Herbstastern wachsen mit der Zeit zu großen Horsten, so das man nach 10 Jahren auch mal teilen und neu pflanzen muss, wie hier im Bild.

Pringlei's Aster  Aster pringlei
Im September und Oktober bringen die Herbstastern Farbe ins Gartenbild.


Es gibt sie in fast allen Farben außer Gelb aber dafür haben wir ja die Kleinblütige Sonnenblume. Weniger bekannt dürfte die Rotgestielte Aster (Aster puniceus) sein. Sie wächst in Sümpfen und bei mir am Teichrand.

  
Es gibt auch viele weniger bekannte Wild-Astern, wie hier im Bild vorn die Prärie-Wildaster (Aster oblongifolius).


Der Glocken-Knöterich (Polygonum campanulatum) blüht überreich und lange.


Im späten Herbst kommen neben den Gräsern die strukturstarken Stauden zur Wirkung, wie z. B. in der Mitte des Bildes der China-Beifuß (Artemisia lactiflora) und der Blutweiderich (Lythrum salicaria), die längst abgeblüht sind, aber immer noch stramm stehen. Karl Förster nannte sie "Ordnungshelden". Von ihnen kann man nicht genug haben.


Das Chinaschilf (Miscanthus sinensis), auch Silberfahnengras genannt, steht rund um den Teich. Das einheimische Schilf ist für den Garten nicht geeignet.


Der Raureif und damit der Frost kommt manchmal schon recht früh, aber er beendet noch nicht das Blühen der Herbstastern. Nur die Dahlien sind hin und u. a. deshalb nicht in unserem Garten zu finden. Die Blütenwolken der weißen Herbst- und Myrtenastern und die silbernen Fahnen des Chinaschilfs überziehen die Staudenbeete Ende Oktober als wär's der erste Schnee. Die roten Blütendolden der Fetthenne werden hoffentlich in diesem Winter wieder Schneehauben tragen.


Der Niedrige Sonnenhut (Rudbeckia fulgida var. deamii) in der Bildmitte blüht wesentlich länger als der allbekannte Rudbeckia fulgida var. sulivantii 'Goldsturm'.


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